Sacher-Masoch und der Masochismus

Eine kleine Philosophie-Geschichte des Masochismus

„Sadisten und Masochisten verbindet nichts. Der Sadist, wie ihn sich der Marquis de Sade ausdachte, sucht ein Opfer, das er quälen kann. Der Masochist hingegen einen Komplizen seines Verlangens.“

Dies schrieb der französische Philosoph Gilles Deleuze 1968 in seinem Aufsatz „Sacher-Masoch und der Masochismus“.

Das Buch „Venus im Pelz“ von Leopold von Sacher-Masoch erschien im Jahr 1870. Es war beinahe hundert Jahre später noch in vielen Ländern verboten. Nicht weil es eindeutige Sex-Darstellungen enthielt, sondern weil darin eine Frau einen Mann unterwirft und auspeitscht. Roman Polanski verfilmte 2013 diese Vorlage bei seiner Adaption eines Theaterstücks. Gesellschaftsfähig wurde das Spiel aus Macht und Unterwerfung wohl erst durch den Roman „Fifty Shades of Grey“.

Hier ein schöner Beitrag zur freiwilligen erotischen Unterwerfung von D-Radio Kultur:

Lust und Leiden – Eine kleine Philosophie-Geschichte des Masochismus